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Dauertest Mini 1000

Ich verfüge zwar selbst nur über einen Mini 850, kann Ihnen aber in den wesentlichen Punkten, die ja bei bei den Modellen gleich sind, durchaus zustimmen. Ich fahre den Wagen seit einem Jahr und habe mittlerweile einen Kilometerstand von 24000 erreicht. Als einziger tatsächlicher Defekt ist bislang der Ausfall des Thermikgebers für das Wasserthermometer zu notieren. Wesentlich unangenehmer jedoch gestaiteten sich bei meinem Mini Probleme mit Teure Inepektionen: Mini 1000 der Schalthebelbefestigung. Schon nach wenigen Kilometern gab es hier durch die auftretenden Vibrationen sehr unangenehme Geräusche, die sich schließlich ins Unerträgliche steigerten und von meiner zuvorkommenden Werkstatt in Hildeshelm trotz intensivster Bemühungen nicht abgestellt werden konnten. Nach langen Anstrengungen bekam ich vom Importeur sogar ein neues Getriebe auf dem Kulanzwege, was die Intensität der Geräusche aber nur für kurze Dauer etwas zu mildern vermochte. Schließlich ließ ich auf eigene Kosten den letzten Versuch unternehmen, diesen Krach zu beseitigen: Es wurde die Schaltung des Mini 1000 eingebaut. Das nahm mir diese Sorgen dann auch tatsächlich ab; allerdings kostete dieses Unternehmen den für meine Begriffe horrenden Betrag von 375 DM.
Ansonsten aber macht mir der Wagen derartigen Spaß, daß sogar diese recht hohe Summe bezahlt für eine Fehlkonstruktion des Werks, das Vergnügen an diesem Unikum von Auto nur zeitweilig schmälern konnte. Als recht zuverlässig hat sich mein Mini auch erwiesen, und er fiel wohl auch im Unterhalt etwas billiger aus; denn anscheinend variieren die Preise der einzelnen BLMC-Werkstätten doch ziemlich.

Klaus Bodmann, Göttingen



Zuerst darf ich Herrn Westrup für seinen unvoreingenommenen und objektiven Test beglückwünschen. Er stellte in lobenswert sachlicher Weise die Vorzüge und Nachteile dieses Engländers dar. Nur bei 2 Sätzen ist dem Tester ein nicht unbedeutender Lapsus unterlaufen. Ich zitiere: Die Möglichkeit freilich, daß derart Schreckliches dem Mini- Fahrer widerfährt, ist außerordentlich gering. Und es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, daß man sich mit einem Mini außerordentlich ungefährdet bewegt.. - Das leuchtet mir nun gar nicht ein: Wie soll ein Mini-Fahrer einer Kollision weniger ausgesetzt sein als andere Autolenker? Ganz im Gegenteil: Wenn man in einem Mini nun einmal verunfallt (und das soll ja vorkommen), wird man viel früher verletzt als in anderen Autos. Die Knautschzone ist, wie im Test bestätigt, gleich Null, und es braucht nur einen mittelschweren Aufprall, um die Insassen zu gefährden.

Andreas Gross, Reinach, Schweiz



Ich fahre selbst einen Mini 1000 und kann im großen und ganzen Ihrem Testergebnis nur beipflichten. Allerdings kann ich berichten, daß die werksseitig montierten Dunlop Gold-Seal-Reifen ca. 12000 km hielten, was auf eine sehr schonende Einfahrzeit meinerseits schließen läßt. Eine Einfahrzeit haben Sie dem Test- Mini offenbar nicht gegönnt, was ich in Anbetracht der old-english-machine für sehr bedenklich halte. Ich schließe das aus der Tatsache, daß die ersten Reifen bei Ihnen schon nach 4000 km ausgetauscht werden mußten und aus der Tatsache, daß Sie eine Anfangsgeschwindigkeit von 123 km/h angeben. Ich habe meinen Mini regelrecht eingefahren und dem warmen Motor kurzfristig Vollgas angeboten, bin dabei aber nie auf Geschwindigkeiten von über 110-115 km/h gekommen. Erst bei einem Kilometerstand von ca. 7000 wurde der Motor freIer, die einzelnen Gänge ließen sich von diesem Zeitpunkt an merklich höher ausdrehen, und auch die Endgeschwindigkeit nahm zu. Ein nicht zu lokalisierendes knarrendes Geräusch läßt mich mittlerweile ebenso kalt wie die Bemerkungen mitfahrender Personen über das starke Poltern an der Vorderachse beim Abbremsen auf gepflasterten Straßen, obwohl die Vorderachse eingehend überprüft wurde.


Horst Schlemonat, Hamburg



Anläßlich Ihres 50 000 km-Dauertests mit einem Mini 1000 möchte ich Ihnen gerne den Ärger schildern, den ich bis Kilometerstand 42000 mit meinem Morris Cooper erlebt habe. 30 000 km lang ging es ganz gut, bis auf Kleinigkeiten, wie schlechte Zündkabel, die das Anspringen des Motors bei feuchtem Wetter verhinderten. Zündaussetzer bei Regen, Schnee oder sogar Straßennässen waren nie ganz zu beheben. Bei 30 000 Kilometern ging das rechte Kreuzgelenk entzwei. Bei 36 000 km gab das Getriebe, verursacht durch einen Lagerschaden, den Geist auf. Der Schaden belief sich auf ca. 1200.- DM. Ein Kulanzantrag wurde vom Werk abgelehnt. Bei 42000 Kilometern waren Vorderachse sowie Aufhängung revisionsbedürftig, ebenso eine Anzahl anderer kostspieliger Nebenaggregate. Wer also die Freude am Autofahren behalten will, dem möchte ich von BLMC-Produkten dringend abraten.

Gerd Distelrath, Luzern, Schweiz



Nach 50 000 Kilometern mit einem R 4 habe ich einen direkten Vergleich mit Ihrem 50 000 km-Dauertest vom Mini 1000 angestellt. Gemeinsamkeiten: Karosseriezustand befriedigend, Motor einwandfrei, starker Verschleiß der gesamten Vorderachse mit Halbachsen. Eine Generalüberholung erfordert bei Selbstmontage mindestens 350. - DM. Montagen und Inspektionen sind bei Renault-Werkstätten überaus teuer. Außerdem besteht oft Mangel an Austauschhalbachsen, Bremsbeläge vorne und Reifen rundum waren nach jeweils 20000-25000 Kilometer erneuerungsbedürftig. Sonstige Reparaturen: 1 Zylinderkopfdichtung, 2 Stoßdämpfer, 2 Handbremsseile, 1 Radbremszylinder, Scheibenwischergestänge, 2 Scheinwerfer (Reflektoren verrostet), Überdruckventil mit Kühlwasserausgleichsbehälter, 1 Kombilichtschalter. Kupplung und möglicherweise auch das Getriebe befinden sich in reparaturwürdigem Zustand. Die Aufstellung zeigt, daß ein scharf gefahrener R 4 auf die Dauer gegenüber einem Mini oder auch etwa einem VW seine ausschließliche Führungsposition in Vergleichtests nicht halten kann.


Horst Fuhrmann, Clausthal-Zelierfeld



Ihr Test ist in seinen Einzelheiten wahrscheinlich repräsentativ zu nennen. Zum Reifenverschleiß: Bei etwas "normalerer" Fahrweise halten die serien mäßigen Dunlop-Reifen 10000 bis 12000 Kilometer. Der Michelin XAS dürfte 30 000 Kilometer rollen, denn meine Garnitur hat bei 25000 km noch einige Millimeter Profil; wahrscheinlich hält der XAS auch noch länger, als ich voraussagen kann. Ihre minimalen Verbrauchswerte lassen sich noch unterschreiten, so daß der Benzinverbrauch bei 7 Liter/l00 km liegt. Der Ölverbrauch liegt bei meinem Mini zwischen 0,3 und 0,5 1/1000 km, wobei HD 30-01 von Aral und Gastrol verwendet wurde. Bei dem 8,3:1 verdichteten Motor kann man auch Normalbenzin verwenden. Dem Zündverteiler zieht man am besten die Gummikappe etwas kräftiger über die Ohren, dann bleibt der Mini auch nicht mehr bei jedem Regen stehen.


R. Reuschel, Bochum

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