Test
Fiat 128
Ich habe mich über den 128-Test so kurz nach der IAA gefreut, zumal der
Wagen vielerorts als "Käferkiller" bezeichnet wird und auch ich zu
den Leuten gehöre, die aus Prinzip niemals einen VW kaufen würden.
Ich glaube, daß der Test gerecht die Vorzüge des Wagens heraushob,
aber auch in angemessenem Maße die Nachteile bemerkte.
Ihre Feststellung, daß die Schaltung ungenau ist und die Schaltebenen
schlecht definiert sind, kann Ich nur bestätigen. Bei einer kurzen "Besichtigung"
des 128 fiel mir noch folgendes unangenehm auf: Das Handschuhfach fehlt, der
Hupknopf In der Lenkradmitte ist unbequem. Sehr gut gefielen mir hingegen die
zahlreichen Belüftungsmöglichkeiten, der Wischerschalter am Lenkrad
(für diese Klasse beachtlich) und das große Platzangebot vorn und
hinten. Ich möchte nun noch einen Konkurrenten erwähnen, von dem Sie
im Vergleich mit dem 128 nur wenig Notiz genommen haben, den NSU 1200 C. Ich
kann mir vorstellen, daß Fiat in Zukunft viele bisher zufriedene NSU-Kunden
anlocken wird. Dies sind meines Erachtens die wichtigsten Vorzüge des 128
gegenüber dem 1200 C: Fast neutrales Fahrverhalten, sehr viel Innenraum,
äußerst günstiger Preis, moderne, zukunftssichere Konzeption.
Diese 4 Dinge können einen Kaufentscheid sicherlich beeinflussen. Für
den NSU stimmen jedoch mehr indlviduellere Gründe wie Motortemperament
und wohnlicher Innenraum.
©
Gottfried Vossen,
Aachen
Wieder einmal ist es einer ausländischen Firma (wie sollte es wohl auch
anders sein?) gelungen, einen ernsthaften Käfer-Konkurrenten auf die Beine
zu stellen. Ich glaube, den Automobilherstellern in deutschen Landen hat man
mit dieser kleinen Rakete einen gehörigen Schrecken eingejagt. Warum baut
man hier nicht ähnliche Autos?
Man kann nur sagen: Hut ab und bravo Fiat!
© Jürgen Nitz, Kirchberg