Test
Glas 3000 V8 [15
November 1967]
Im großen und ganzen stimme ich den Ausführungen des Herrn Seiffert
bei, möchte aber noch einige Dinge nennen, die einem Wagen dieser Preisklasse
gut stehen würden. Wie ihr Tester schon feststellte, ist die stilistische
Ausführung des Kühlergrills nicht so gut gelungen, wie die übrigen
Karosseriedetails. Meiner Ansicht nach dürfte die jetzige Form sicher bald
einige Änderungen durch die BMW- Styling-Abteilung erfahren. Die schon
traditionelle BMW-Kühlerattrappe wird auch bald am V 8 zu sehen sein. Im
Innenraum wäre ein verschließbares Handschuhfach rechts im Armaturenbrett
sehr zu begrüßen. Es gibt bestimmt auch unter den V8-Fahrern einige,
die nicht alle mitgeführten Dinge den Blicken der Straßenpasssanten
preisgeben wollen. Zum Fahrwerk ist noch zu sagen, daß der Radstand offensichtlich
eine Idee zu kurz geraten ist. Durch diesen Umstand dürften auch die im
Testbericht erwähnten Nickschwingungen zu erklären sein. Außerdem
würde durch eine Vergrößerung des Radstandes der Fahrkomfort
nur gewinnen. Im übrigen ist wohl nur noch zu wünschen, daß
der "Große Glas" unter BMW- Regie nicht so sang- und klanglos
untergeht, wie schon so mancher gute Wagen vor ihm. Die Voraussetzungen für
ein noch langes "Autoleben" birgt er sicher in sich.
©
Helmut Reuter, Nonnenroth
Der Motor meines Wagens nimmt Gas aus jeder Drehzahl ohne Loch und mit einwandfreien
Übergängen an, ich finde die Maschine hervorragend elastisch und wenn
von 2000 bis 5000 U/min eindrucksvolles Temperament geboten wird, so meine ich,
sei das der Elastizität genug. Was die Kupplung anbetrifft, so ließ
sich das in meinem Wagen zu geringe Spiel leicht regulieren, und die Kupplung
trennt stets einwandfrei. Benzingeruch im Innnenraum trat bei keinem Fahrzustand
auf. Die Gestaltung des Armaturenbrettes finde ich funktionell, sportlich und
technisch schön. Mit Grausen wende ich mich beispielsweise von dem hochglanzpolierten
Nußbaumbuffet, das im BMW 2000 Coupe die Instrumente trägt. Ihre
übrigen Feststellungen treffen sehr genau ins Schwarze.
© Dr. Deuss, Weingarten