Maschine kaputt
[23. November 1968]
Abgesehen
von der Auspuffanlage, die alle 20000 km erneuert werden muß, geht an
meinem Opel 1900 mit erstaunlicher Regelmäßigkeit {nämlich auch
nach je 20000 km} die Dichtung der Wasserpumpe kaputt. Dies bedeutet laut Aussage
der Werkstatt ein Auswechseln der gesamten Wasserpumpe, was natürlich nicht
sehr billig ist. Angesichts dieser Tatsache fragt man sich, ob es einer Firma
wie Opel nicht möglich ist, eine Wasserpumpe mit auswechselbarer Dichtung
zu konstruieren, oder ob man mit solchen Mitteln nur die notleidenden und unterbeschäftigten
Reparaturwerkstätten sanieren will. Ich möchte nebenbei noch erwähnen,
daß ich in den USA 2 Jahre lang einen Sechszylinder Ford Falcon fuhr,
der zwar 2,6 Liter Hubraum und nur an die 90 PS hatte, aber das billigste Benzin
anstandslos verdaute und nie die geringste Reparatur notwendig hatte. Warum
baut man nicht in Europa solche
Motoren?
© Wilhelm Plöchl, Wien
Ich kann bestätigen, daß der Opel von Busch's Papa kaum reparaturanfälliger gewesen sein dürfte, denn - ich fahre heute noch einen 4/20 PS Opel (Cabriolet) zu meiner vollsten Zufriedenheit. Selbst der bemängelte Benzinrohrbruch tritt bei mir nicht mehr auf, da ich einfach das Zuleitungsrohr zerschnitten habe und ein Stück benzinfesten Schlauch eingesetzt habe, den es ja damals noch nicht gab, Ich fahre täglich mit dem Wagen, oft Strecken bis zu 300 Kilometern, im Sommer zur Reisezeit fast 3000 Kilometer, und habe ich noch niemals auf der Straße festgesessen, Und wenn mal eine Kleinigkeit zu machen ist, mache ich es selber, da alles kinderleicht ist und da das Handbuch, das man ja damals mitbekam, um selber reparieren zu können, mir heute noch ein unschätzbares Hilfsmittel ist. Der Wagen hat bis jetzt fast 300000 Kilometer gelaufen, beim TÜV kommt er trotz Herz- und Nierenprüfung stets anstandslos durch. Hat Herr Busch also recht oder nicht?
© Albert Schmarkeck, Regisseur, Gießen