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Käfervergleich [14. August 1971]

Lediglich aus wirtschaftlichen Gründen bin ich nach fast 10 Jahren auf einen VW 1200 mit 44 PS- Maschine umgestiegen, da bei ca. 50000 km im Jahr täglicher Fahrt zum Dienstort und zurück ein größerer und damit teurerer Wagen bei den gestiegenen Unterhaltungskosten kaum noch tragbar ist. Was bietet der VW 1200 gemessen an seinen teureren Kollegen weniger? Es fehlt die ohne das Gebläse (nur mit Paket erhältlich) kaum wirksame Belüftungsanlage, einiger Chrom, der Hupenring am lenkrad, die rechte Sonnenblende, der Haltegriff für den Beifahrer. Wieso sind plötzlich die alten Stoßstangen und Rückleuchten so viel schlechter? Sie haben doch nur den einen Nachteil, daß sie eben die alten sind. Der einzige Nachteil des VW 1200 ist der Krach, den der Motor macht, der aber ohne jedes technische Geschick beseitigt werden kann: 3 bis 4 lagen dicke Wellpappe unter die hintere Kofferraumverkleidung gelegt und weder laute Motor- oder Getriebegeräusche sind noch zu hören. Daneben ist der um viele Kilogramm leichtere VW 1200 mit 44 PS gegenüber dem VW 1302 etwas schneller - und das bei einem Preisunterschied von exakt 1204 Mark. Bleibt zu fragen, warum nur 9% der VW-Käufer diesen Typ kaufen? Sicher weil er nicht soviel "hermacht". Jedenfalls bietet der VW 1200 mit der 44 PS-Maschine und Ausgleichsfeder einen reelleren Gegenwert fur das Geld als jeder andere Volkswagen.

© Klaus Peters, Wuppertal-Barmen



Angeregt von Ihrem Vergleichstest und dem dazugehörenden Titelbild bedaure ich erneut, daß das VW-Werk dem jungen (oder jung gebliebenen) sportlichen Fahrer mit schmalem Geldbeutel nach wie vor das in Anschaffung, Wartung und Reparaturen preisgünstige deutsche Sport- und Spaßauto vorenthält. Wie die ständig steigende Zahl frisierter Käfer beweist, besteht eine echte Marktlücke für diesen VW 1200 S, für den VW praktisch alle Bauteile im Regal hat. Nach 150.000 km mit einem getunten Käfer kenne ich dessen Stärken und Schwächen und weiß auch, wie teuer und schwierig (TÜV) nachträgliche Umrüstungen
sind.


© Berthold Schmidtke, Neulußheim



Kein Wunder, daß für Sie die Sicht nach hinten beträchtlich eingeschränkt ist: So fahren nur lebensmüde VW Cabriolet-Fans. Dabei ist alles ganz einfach: Dach auf halbe Höhe zurückklappen, jetzt die im Winter so segensreiche filzige Schicht (zwischen Kunststoffhimmel und PVC-Verdeck) nicht einfach - von der Fahrerseite aus - nach links mit- knicken lassen, sondern nach rechts ausbeulen: Das Verdeck versinkt in ungeahnte Tiefen. Schauen Sie jetzt mal in den Rückspiegel.
Fertig. Kontrolle: Zentimeter über den Schlitzen der Motorhaube rollt sich der Verdeckwulst.


© Fleinhard Eger, Frankfurt

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