Mercedes 200, 220, 200 D und 220D
(W114) /8 [AMS 11 Mai 1968]
Ihr Test war ausgezeichnet in bezug
auf Umfang und Objektivität. Vermißt habe ich lediglich Angaben
über den Olverbrauch beim 220 D, der aufgrund der erhöhten Kolbengeschwindigkeit
auch höher ausfallen dürfte. Als einzigen Widerspruch möchte
ich sagen, daß die abwaschbare Kunststoffverkleidung auch dann zweckmäßig
ist, wenn man kein Malermeister oder Taxifahrer ist. Stoff ist an manchen
Stellen nicht nur schwerer sauber zu halten, sondern verschleißt früher
oder später unerbittlich. Verbesserungswürdig sind die Lage des
Olstabes, der nur schwer wieder eingeschoben werden kann, und vor allen Dingen
des Glüh - Anlaßschalters bei den Dieseltypen. Bei Wagen mit Lenkradschaltung
ist dieser nur für Artisten bequem erreichbar. Wenig befreunden kann
ich mich auch mit der Fuß-Handbremse, der Zusammenfassung so vieler
Schalt- organe an dem Kombinationshebel, mit dem man früher den Richtungsblinker
auslöste, und der heruntergezogenen Armaturenkonsole, die einen Durchstieg
sehr behindert.
© Walter Kolmsperger, München
Bei voller Belastung des Fahrzeuges
hält bei meinem Wagen die Feststellbremse am Berg nicht, sondern läßt
das Fahrzeug einen kurzen Weg (0,5 m) rückwärts rollen, bis sie
greift, trotz Raste 2 (also Klick- Klick). Bei Kolonnenfahrt am Berg mit häufigem
Halt ist die immer wieder notwendige Herausnahme des Fahrganges eine lästige
Angelegenheit.
In Verbindung mit dem Abpassen des Momentes, wo die Kupplung greift und die
Feststellbremse gelöst werden kann, ergibt sich hier eine regelrechte
Unzulänglichkeit, mit der nur routinierte Fahrer .ganz gut" zurechtkommen
werden. Dazu kommt die Oberbeanspruchung der
© Kupplung. W. Laatsch, Ulm
Bei einer Probefahrt mußte ich fest- stellen, daß der Glüh-Anlaß-Schalter
beim Diesel und der Leerlaufversteller nur auf Umwegen zu erreichen sind.
Im Testbericht finde ich die schlechte Zugänglichkeit der bei den Knöpfe
nicht erwähnt.
© Karl Müller, Weilstetten